Der Begriff Fondaco stammt von dem arabischen Begriff Funduk, was soviel wie Warenbörse bedeutet.
Aus dem arabischen Funduk wurde im Italienischen der Fondaco.
Der Funduk verbreitete sich über den so genannten Levantehandel in den Ländern um das östliche Mittelmeer bis zum Euphrat und Nil. Als die arabische Herrschaft über die Mittelmeerländer im 11. Jahrhundert zu Ende ging, entwickelten sich Venedig und Genua zu den wichtigsten Handelsstädten der Levante.
Die wuchtigen, meist mehrgeschossigen Fondachi waren Lagerplätze für die Waren ausländischer Kaufleute und dienten den Händlern zugleich als Herberge. Sie befanden sich vor allem in Häfen und zeigen eine charakteristische Architektur: So besaßen sie eine offene Arkadenhalle an der Wasserseite, wo Waren ein und aus geladen wurden.
Ein berühmter Fondaco ist in Venedig bis heute zu besichtigen: der "Fondaco dei Tedeschi", der ehemalige Handelshof der deutschen Kaufleute. Er liegt direkt am Canale Grande und der Rialtobrücke. Die Fassade des quadratischen Baus aus dem Jahr 1508 war mit Fresken von Tiziano und Giorgione geschmückt war, die heute nicht mehr zu sehen sind.
Während in den historischen Fondachi Gewürze, Seide oder Elfenbein aus arabischen Ländern gehandelt wurden, geht es in der Hamburger Kastanienallee um argentinischen Tango.
Tim Sauer, Inhaber des Fondaco del Tango, führt Schuhe und Zubehör.
Im Gebiet der Hanse entsprach dem Fondaco das Kontor, doch Tim Sauer entschied sich für den italienischen Namen. Schließlich importiert er seine Tangoschuhe aus Italien und Argentinien.